von Eva Fröhlich
Das war eine schöne und leider unterschätzte Schinderei im Strudengau. Die Aufbruchzeit in Krems-Stein um 6:30 Uhr war noch gut kalkuliert. Schlechter kalkuliert waren schon unsere Kaffee-Bedürfnisse bei Ankunft im Wallsee, die Gerhard, Birgit & Heimo, Andrea & Christian und mich zu einem zweiten Frühstück in der örtlichen Konditorei drängten.
Aufs Wasser ging’s dann erst um 10 Uhr — vergnügt stromabwärts in unseren historischen Booten „Jason“ und „Stein“, an idyllischen Donauufern und -inseln entlang, den Duft von weiß blühenden Fliedersträuchern und dem ganzen Frühling überhaupt in der Nase. Da jemand hausgemachtes Eis in Grein versprochen hatte, tat es eine Pause auf den Ruderbooten allein nicht. Wir suchten uns also im Greiner Hafen Anlegeplätze, was nicht so leicht war. Nach umständlichen Manövern konnten wir an Land gehen und, unter der Greinburg vorbei, in Richtung Eissalon spazieren. Weil Einkehren natürlich viel gemütlicher ist und bei manchen auch der Durst nach hopfigen Erfrischungsgetränken groß war, haben wir uns nicht nur schnell ein Eis geholt …
Ich habe mir das nur ungern ausgerechnet, aber auf diese Art (Anlegemanöver + große Pause) haben wir fast zwei Stunden in Grein liegen gelassen, bevor es an die eigentliche Challenge der Ruderkilometer stromaufwärts ging. Was für eine naiv unterschätzte Challenge das war! Die Hektometrierung mochte sich auch jeweils in Dreimannstärke kaum vom Fleck bewegen. Das auf einen Sporn sitzende Schloss Wallsee wollte nicht und nicht wieder zu erspähen sein. „Rechtzeitig“ zur Sternfahrt-Siegerehrung legten wir nach 17 Uhr (!) am Wallseer Steg an.
Außerhalb jeder Wertung ernteten wir zwar ein bisschen Bedauern, aber keinerlei Punkte für die 34 geruderten Kilometer. Wir aßen bei der Sportunion Wallsee Sektion Rudern & Paddeln zu Abend und verzehrten auch endlich Andreas eigens gebackenen und 8 Stunden am Ruderboot sonnengereiften Eierlikör-Kuchen, bevor spätabendlich noch besagte Ruderboote der Versorgung harrten. Auch ohne mitgebrachte Sternfahrer-Punkte war die Wanderfahrt durch die ober-/niederösterreichische Grenzregion für uns ein Gewinn, nämlich an Erfahrungen und Eindrücken, und auf jeden Fall lehrreich! Bei der nächsten Sternfahrt klappt es hoffentlich auch mit dem Punkte-Sammeln …









