von Eva Fröhlich
Die Seen des Salzkammerguts sind ein Produkt des eiszeitlichen Traungletschers, für das wir Strom-Ruderinnen und -Ruderer unendlich dankbar sind. Aber das unbeständige Wetter im Salzkammergut und wenn es sich erst einmal einregnen sollte … Das Wetter wird am Steg gemacht und ermöglichte uns am Traunsee an beiden Tagen wieder herrliche Vormittagsausfahrten. Nachmittags hatte es ein paar mehr Wellen für das 1x und 2x Training im Schlepptau; immerhin wollen wir auch mit den Herausforderungen wachsen.
Voll kribbelnder Vorfreude fanden sich am Donnerstag so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie beim Gmundner Ruderverein ein. Ursprüngliche Vorerhebungen wurden über Bord geworfen und spontan ein „Frauenachter“ und zwei Dreier-Mannschaften formiert. Den Beinahe–Frauenachter unterstützten Pezi vom GRV als ortskundiger Steuermann und Norbert als „Bugquotenmann“. Für Claudia ging es sich wegen Zugverspätungen leider nicht aus, an Bord der „Cornelius“ zu kommen; für sie ist nächstes Jahr ein Bootsplatz reserviert. Die Herren verteilten sich auf zwei Dreier: Der erste mit Andreas, Heimo und Kurt; der zweite ein Revival des „Sturmdreiers“ (fragt nach, wenn ihr wissen wollt, was das ist) mit Christian, Gerhard und Helmut. Stärken durften wir uns auf der wunderbaren Terrasse des Hois‘n, was den Rückweg zum Ruderverein erheblich erleichterte.
Am Freitag erhielten die ambitioniert regelmäßig Rudernden individuelle Trainingseinheiten von Kurt im 2x. Die anderen durften in der „Hoamatland“ (5x) noch eine Tour zur Bräuwiese unternehmen. Zur Mittagsstunde pilgerten wir alle gemeinsam zu Trawöger nach Altmünster, wo wir im Gastgarten direkt am See köstliche, über Holzkohlegegrillte Saiblinge speisen durften.
Die Abendessen in Gmunden haben wir stürmisch und noch zu heiß in Erinnerung. Abkühlung und Entspannung brachten erst die Achterl in der Weinstube Spies im Herzen der Altstadt, wo bei Kerzenlicht in der alten Stube mit viel Witz und Ironie Lebensweisheiten ausgeplaudert wurden.
In der „Verlängerung“ am Samstag teilte sich die Gruppe derer, die noch nicht die Heimreise angetreten hatten, in eine Attersee- und eine Wolfgangsee-Partie. Um 7 Uhr legten am Attersee bei außergewöhnlich niedrigem Wasserstand Andreas, Brigitta, Eva und Kurt in einem betagten C4x ab. Eine Drittel-Seerunde, u. a. vorbei an Schloss Litzlberg, verschaffte einen ersten Eindruck vom größten zur Gänze in Österreich liegenden See. Die mit unzähligen Steganlagen und Bootshäusern gesäumte Uferkante machte den Attersee-Neulingen das Wiederfinden des Rudervereins Seewalchen direkt beim dortigen Strandbad gar nicht so leicht. Kein Problem mit der Orientierung hatte hingegen der 3x mit Birgit, Heimo und Norbert am Wolfgangsee, der etwas später ausfuhr, dafür aber auch eine ganze Seerunde bzw. Längsdurchquerung schaffte. Während der Wolfgangsee-Dreier die verdiente Fischsuppe schlemmen durfte, ging sich für den Attersee-Vierer nur ein kleines Päuschen im Strandbad für die ganz dringenden Bedürfnisse aus. Für die Möglichkeit, am Samstag auf den türkisblauen Seen zu rudern, danken wir Herbert Katherl und Harald Hörschläger vom RV Seewalchen sowie Martin Wandl vom RC Wolfgangsee.
Für die vielen Annehmlichkeiten am Traunsee bedanken wir uns einmal mehr beim Gmundner Ruderverein, der uns schon seit langem so freundlich aufnimmt. Wie jeden Sommer, kommen wir, wenn die Rudertage im Salzkammergut sich dem Ende neigen, zu dem Schluss: Es hätte nicht schöner sein können! Nächstes Jahr unbedingt wieder!
Traunsee:
Donnerstagvormittag:
Ausfahrt mit der „Cornelius“ (8 x) und zwei 3 x, bis Lainaustiege bzw. Eisenau, Mittagsrast beim Hois‘n
Donnerstagnachmittag: Übungsmöglichkeiten 1 x und 2 x
Freitag:
Übungsmöglichkeiten 1 x und 2 x sowie
5 x zur Bräuwiese
Samstag:
Attersee: RV Seewalchen — Attersee am Attersee — Weyregg — RV Seewalchen (18 km)
Wolfgangsee: RC Wolfgangsee St. Gilgen — St. Wolfgang — Bürgl — St. Wolfgang — St. Gilgen (21 km)
15 Teilnehmer/innen
Ruderkilometer gesamt: 720 km









