Wellenreiten: Sternfahrt zum Donauhort

von Eva Fröhlich

Start um 9 Uhr? Geplant war, um 9 Uhr in Tulln aufs Wasser zu gehen. Aber Wasser von oben machte uns einen Strich durch diese Rechnung. Weil wir das Regenwasser nicht im Boot haben wollten, unternahmen wir eine Stadtrundfahrt durch Tulln, von Kreisverkehr zu Kreisverkehr, und schlugen die Zeit mit einem zweiten und dritten Frühstück tot und uns die Mägen voll. Es regnete und regnete und regnete. Unser Start verzögerte sich auf 11 Uhr.

2 oder 3? Ein weiteres Problem, mit dem wir uns konfrontiert sahen: Bedingt durch einen kurzfristigen Ausfall hatten wir eine dezimierte Mannschaft für einen der beiden Dreier. Rätselhafterweise konnten wir bei strömendem Regen niemanden überzeugen, spontan noch einzuspringen. Zwei Tapfere ruderten den Dreier zu zweit. Zumindest bis knapp vor der Umsetzanlage Greifenstein, wo beim Hinstreichen zur Rampe ein Malheur geschah … Was mich zu Punkt 3 der Widrigkeiten dieser Sternfahrt bringt.

Surfen, Segeln oder Rudern? Sobald der Regen um 11 Uhr aufgehört hatte, setzte der Wind ein und bescherte uns die abenteuerlichsten Wellen. Unsere Wassersportart fühlte sich bei dieser Sternfahrt zeitweise mehr nach Surfen auf der Donau an. – Auf dem Greifensteiner Altarm tummelten sich an diesem Samstag tatsächlich zahlreiche Surfer. – Es war so stürmisch, dass wir während kurzer Pausen nur die Blätter aufstellen mussten, um ein Stück voran zu „segeln“. Nach Schilderung dieser Ruderbedingungen wird verständlich, wie ein Boot beim Anlandeversuch so leicht zum Kentern kommen konnte … So hatten wir trotz vorheriger Vermeidungsstrategien plötzlich doch jede Menge Wasser im Boot und ein paar Kleinigkeiten wie eine Socke und einen Rollsitz verloren.

Am Brigittenauer Sporn doch noch, sogar in der Wertung, angelangt, erwarteten uns die heiß ersehnten Getränke und mich ganz besonders das Heißgetränk: der Kaffee, der dort liebevoll vom Lastenfahrrad kredenzt wird und definitiv der beste aller ansteuerbaren Sternfahrt-Ziele ist.

Danke an unsere Sponsoren: