von Eva Fröhlich
Bei der zweiten Sternfahrt des Jahres am 13. Juni war uns das Wetter weniger hold als bei der ersten im April, dafür endlich Punkteglück beschieden – nicht zuletzt durch die rege Teilnahme mit diesmal vier Booten (Favianis, Jason, Katzensprung, Krems). Die Sternfahrt führte uns zum Bootshaus vom Wiener Ruderclub Pirat in Langenzersdorf bei Stromkilometer 1940,9. Unterschiedliche Startzeiten und Streckenlängen (von Krems: 62 km) – eine Mannschaft kürzte ab und legte in Altenwörth ab (von dort: 41 km) – führten nicht nur zu zeitversetzten Ankünften, sondern auch dazu, dass manche von uns nass wurden und andere nicht. Die „reisenden Engel“, die unter Gewitterdrohkulisse in Stein aufbrachen, schafften es tatsächlich, jeglichem Niederschlag zu entwischen. Die „Krems“ hat knapp vor Greifenstein ein heftiger Regenguss, vom Donau-Nord- zum Südufer durchziehend, gestreift. Lufttrocknen war aber kein Problem, legte die Temperatur doch gleich wieder zu.
Zwei Mal waren wir auf dieser Sternfahrt auf Umsetzanlagen angewiesen, nämlich bei den Schleusen Altenwörth und Greifenstein. Die begehrten Umsetzwagen sollen manche Ruderinnen und Ruderer besonders angespornt haben … Die wunderbaren Altarme der Donau, in denen uns jetzt im Juni nicht nur ruhig zu rudernde Gewässer, sondern auch Gelbe Teichrosen erfreuten, entlohnten für das notwendige Umsetzen. Auch das Waten in der Donau war als Abkühlung willkommen. Wie so oft, waren auch auf dieser Wanderfahrt zahlreiche Wasserstarts von Wasservögeln aus nächster Nähe zu beobachten – wir prägen sie uns ein, können wir doch die Skulls nicht loslassen.
Die von Friedensreich Hundertwasser 1995/96 zum „nostalgischen Lustschiff“ umgestaltete MS Vindobona, sonst am Donaukanal unterwegs, verursachte einigen von uns hübsche Wellen. Wie passend, dass wir unterwegs auch das Verbotsschild, „Wellenschlag zu verursachen, der zu Schäden führen kann“, kennenlernten. Bis zur Siegerehrung um 17:30 Uhr waren alle Boote wieder am Anhänger verstaut, Hunger und Durst gestillt, einige Maulbeeren genascht.
Und zur allgemeinen Freude belegten wir den schönen 4. Platz – dank der großen Zahl von 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Adi, Birgit, Emmerich, Eva, Georg, Gerhard, Heimo, Hubert, Iris, Karl Heinz, Laura, Martina, Matthias, Norbert) und der in Summe beachtlichen Kilometerzahl.









